Nachgefragt – Axel G. Tausch

Viel zu selten haben wir die Gelegenheit, einen altgedienten Heilpraktiker nach seinen Geheimnissen zu fragen.

Herr Tausch, Land-Heilpraktiker seit 1984, lässt sich in diesem Interview tief in die Karten schauen und berichtet von seiner Praxis-Erfahrung…

Skype-Interview

Das Geheimnis, wie man als Heilpraktiker jahrzehntelang erfolgreich ist

Im Vorfeld des Interviews habe ich meine Newsletter-Abonnenten in der Aktion „Wissenstransfer für junge Kollegen“ gefragt:

Was würden Sie einen „alten Hasen“ fragen?

Hier eine Übersicht über die Fragen und an welcher Stelle des Videos sie beantwortet werden:

01:23 Glauben Sie, dass es Heilpraktiker in der Stadt einfacher haben oder auf dem Land?
02:00 Wie wichtig hat sich für Ihre Praxis die Mitgliedschaft in einem Verband gezeigt?
02:57 Wie war das am Anfang, als Sie Ihre Praxis eröffnet haben? Kamen gleich viele Patienten oder hat sich das langsam entwickelt?
 05:27 Wie haben Sie sich als frisch gebackener Heilpraktiker gefühlt? Hatten Sie gleich das Vertrauen in sich, genug gelernt zu haben um Ihren Patienten zu helfen?
 07:25 Was einigen frisch gebackenen Heilpraktikern zu schaffen macht, ist ihre Unsicherheit im Umgang mit den Patienten und auch bei der Auswahl der Arzneien in der Homöopathie. Sie besuchen jede Menge Ambulatorien und Supervisionsgruppen, in denen sie sich austauschen können, aber mit dem Patienten fühlen sie sich doch alleine. Was kann man gegen diese anfängliche Unsicherheit noch tun?
 09:05 Es gibt ja Methoden, die nur wirklich gut funktionieren, wenn man genügend Routine hat. Wie haben Sie die Routine bekommen und was haben Sie bis dahin gemacht? Wo bekommt ein Neuling diese Routine her?
10:54 Hatten Sie anfangs Hemmschwellen z.B. Blutentnahme aus der Vene, dass Sie vielleicht eine „Abneigung“ hatten, in ein fließendes System einzudringen – aber Sie brauchten dringend die Laborwerte für die Diagnose. 
Also Therapien die „der Markt verlangt“, wofür Sie aber Hemmungen überwinden mussten.
 14:43 Was hat zu Ihrem Erfolg geführt und was könnte für angehende Heilpraktiker wichtig sein?
 19:39 Haben Sie das eigene Angebot möglichst breit gefächert aufgestellt oder haben Sie sich auf ein, zwei Sachen konzentriert?
 22:54 Was führt die Patienten in Ihre Praxis, womit genau haben Sie Erfolg?
 24:27 Gibt es auch Dinge, die man als Heilpraktiker unbedingt vermeiden sollte?
 25:46 Viele Patienten sind von Ihrem Arzt gewohnt, dass er sie 5 Minuten anschaut und Ihnen dann ein Medikament aufschreibt, das ihre Symptome abschalten soll. Der Weg der Naturheilkunde ist natürlich ein ganz anderer. Wie bringen Sie einen Patienten dazu, geduldig den Weg der Heilung mit Ihnen zu gehen anstatt die schnelle Symptomenbekämpfung zu bevorzugen?
29:16 Wie bringen Sie den Patienten dazu, dass er nicht nur mal sporadisch für Akutes kommt, sondern dass er sich richtig strukturiert mit ausführlicher Erstanamnese auf einen langfristigen Therapieplan einlässt, um chronische Beschwerden systematisch und dauerhaft zu therapieren?
 31:14 Wie überzeugen Sie den Patienten, neben Ihrer Behandlung auch noch Geld für nötige Präparate auszugeben, z. B. Vitamine oder Probiotika?
36:08 Was machen Sie, wenn Sie etwas empfehlen und Ihr Patient setzt es nicht um?
 39:02 Wie verhalten Sie sich gegenüber Patienten, die offenkundig gar nicht gesund werden wollen? Wie viel investieren Sie in die Arbeit mit ihnen?
 41:27 Wie bringen Sie die Menschen dazu, Sie weiterzuempfehlen?
 46:12 Wie gehen Sie mit Interessenten um, welche nur kommen würden, wenn die Kasse bezahlt ?
47:32 Was würden Sie einem jungen Kollegen raten, der an einem neuen Ort mit einer neuen Praxis beginnt und dort niemanden kennt? Was ist die beste Möglichkeit dort neue Patienten zu gewinnen, und wie lange braucht man dann, damit man davon leben kann ?
 52:12 Machen Sie Werbung für Ihre Praxis?
 54:32  Kann man bei Ihnen ein Praktikum machen?

Herr Tausch gibt z.T. sehr unerwartete Antworten auf diese Fragen, die auch für Heilpraktiker mit langer Erfahrung interessant sein können.

Dieses Interview entstand am 25.11.2015

Schreiben Sie mir Ihr Feedback und Ihre Fragen …

  • Wie hat Ihnen das Interview gefallen?
  • Soll ich weitere Interviews führen?
  • Welche Fragen sind Ihnen noch wichtig?

Bitte schreiben Sie Ihre Antworten unten in den Kommentar!

Über den Autor Alle Beiträge lesen Webseite des Autors

Gabriele Ermen

Ich helfe Heilpraktikern einfach mehr Patienten zu gewinnen!

3 KommentareSchreiben Sie einen Kommentar

  • Liebe Gabriele,
    es war ein sehr gutes Interview, Herr Tausch hat wirklich seine Erfahrungen geteilt. Die Informationen waren sehr hilfreich, zum Beispiel die als er sagte, dass Heilpraktiker es auf dem Land leichter haben, hätte ich nie gedacht!.
    Ganz tolle Idee von Dir, alte Hasen zu fragen, ich wünsche mir mehr davon.

  • Liebe Frau Ermen,
    vielen Dank für das aufschlussreiche Interview. Ich denke, es war aber vor 30 Jahren tatsächlich noch einfacher als Heilpraktiker. Vor allem, wenn man klassische naturheilkundliche Therapien anbietet, die für die ältere ländliche Bevölkerung passen. Ich habe in einer ähnlichen Praxis im letzten Jahr ein Praktikum gemacht.
    In der Stadt und in der heutigen Zeit ist es sicher schwerer. Herr Tausch erwähnte wie wichtig es sei, in Vereinen oder der Gemeinde tätig zu sein, um Kontakte zu knüpfen. Ich denke, dass gerade diese „Schiene“ in der Stadt nicht so viel zur Kundengewinnung beiträgt, weil eben alles anonymer ist. Deshalb wäre ein Interview mit einem Stadt-Heilpraktiker, ggf. einem der nicht die klassische Naturheilkunde anwendet, sondern z. B. Homöopathie, Bioresonanz oder Ayurveda (obwohl das auch gerade sehr trendy ist), nochmal interessant, um Ihre Frage nach Anregungen aufzugreifen…
    LG Isabelle Henkel

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert mit *